Whoop whoop Workshop!

Es ist soweit: Nach Monate langer Arbeit können wir nun der ärmeren Bevölkerung in Dadhikot eine Methode zeigen, mit der sie einfach und kostengünstig ein relativ erdbebensicheres Haus bauen können. Rund 60 Nepalesen nehmen interessiert an unserem Workshop teil und verfolgen begeistert unseren Vortrag mit vielen anschaulichen Modellen. Auch unsere Plakate und Handbücher aus Deutschland helfen, der Bevölkerung komplexe Themen wie seismische Bänder und Bewehrung näher zu bringen. Ebenso können wir viele kleine Details erklären – das optimale Mischverhältnis von Beton, die perfekte Kieselsteingröße oder das Schützen der Bewehrung vor Wind und Wetter. Als weiteres Mittel haben wir eine knappe Power-Point-Präsentation mit Bildern von Häusern aus ihrem eigenen Dorf und aus Kathmandu mit Verbesserungsvorschlägen erstellt.

 
Ganz nepalesisch beginnt unser Workshop am ersten Tag eine knappe Stunde später, da die Nepalesen es mit der Pünktlichkeit etwas anders handhaben als die Deutschen. Dafür gibt es für die halbwegs Pünktlichen eine Tasse Tee. Das Publikum heute sind alle, die im Dorf etwas zu sagen haben. Nach nicht einmal zwei Stunden sind die Nepalesen so erschlagen von Side Selection, Symmetrie, Stahl und Beton, dass spontan der Rest der Präsentation auf den nächsten Morgen verlegt wird.

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An diesem Morgen geht es pünktlich um acht los! Neuer Ort, etwas anderes Publikum, ein neuer Versuch! Alle hören sehr gespannt zu und folgen uns interessiert bis zum Schluss. Sogar ein Nepali, der gar nicht lesen kann, blättert sehr interessiert in seinem Handbuch und schaut sich die Bilder genau an.
Es wird diskutiert und unser einfaches Modell, welches den Box-Effect veranschaulichen soll, wird direkt gelobt und aufmerksam verfolgt. Nach 90 Minuten Höchsttempo sind wir mit dem restlichen Stoff durch und hoffen erschöpft, dass die Zuhörer das neu Erlernte auch wirklich umsetzen.

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Glücklich und zufrieden genießen wir mit ein paar Zuhörern und Frau Vöhringer noch ganz gemütlich eine Tasse Tee in der Sonne. Dann geht es auch schon wieder zurück nach Kathmandu und auf ins nächste Abenteuer.

Fünf Tage im wunderschönen Langtang Gebiet stehen uns bevor, wo wir hoffen ein passendes Folgeprojekt für unsere Gruppe zu finden.

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